Mit diesen 3 Tipps wird Ihre Suche nach einem Unter­neh­men erfolg­reich

Der Traum vom eigenen Unter­neh­men beschäf­tigt viele Manager, die sich über Jahre konse­quent auf der Karrie­re­lei­ter nach oben gearbei­tet haben. Doch wie sucht man als poten­ti­el­ler Unter­neh­mens­nach­fol­ger ein Unter­neh­men? Norbert Lang, auf Unter­neh­mens­nach­fol­ge spezia­li­sier­ter Berater aus Memmin­gen gibt drei Tipps, wie eine übernah­me­be­rei­tes Firma identi­fi­ziert werden kann.

Weg von der Fremd­be­stim­mung und der Eigen­dy­na­mik bestehen­der Firmen­struk­tu­ren, hin zur Selbst­be­stim­mung und Arbeit für sich selbst im eigenen Unter­neh­men - das ist die Haupt­mo­ti­va­ti­on, eine Unter­neh­mens­nach­fol­ge antre­ten zu wollen.Die Chancen, diesen Traum wahr werden zu lassen, sind in den letzten Jahren signi­fi­kant gestie­gen, da bei einer großen Anzahl von Famili­en­un­ter­neh­men die Lösung der Nachfol­ge­fra­ge ansteht und inner­fa­mi­liä­re Nachfol­ger/-innen nur noch in ca. 60% der Fälle zur Verfü­gung stehen.Damit die Suche nach dem eigenen Unter­neh­men erfolg­reich verläuft, empfiehlt sich eine struk­tu­rier­te Vorge­hens­wei­se und kompe­ten­te Beglei­tung in allen Phasen der Vorbe­rei­tung und Reali­sie­rung.

1. Unter­neh­mens­nach­fol­ger sollte Profil und Kompe­ten­zen kennen

Als ersten Schritt gilt es für den zukünf­ti­gen Unter­neh­mer, sich sein eigenes Profil und seine Kompe­ten­zen selbst­kri­tisch bewusst zu machen. Hierzu zählen die Berufs­er­fah­rung, die persön­li­chen Stärken und Schwä­chen, die inneren Antrei­ber und die bevor­zug­ten äußeren Rahmen­be­din­gun­gen, genau­so wie die finan­zi­el­len Möglich­kei­ten.

2. Klare Defini­ti­on eines Suchpro­fils

Im zweiten Schritt erfolgt die Konkre­ti­sie­rung des Suchpro­fils eines passen­den Unter­neh­mens. Viele denken hier nur an Branche, Umsatz­grö­ße und regio­na­le Lage und verges­sen dabei, dass gerade Famili­en­un­ter­neh­men über Jahre durch die Persön­lich­keit des Inhabers geprägt sind.

Ist der bishe­ri­ge Unter­neh­mer zum Beispiel ein eher allge­wal­ti­ger Macher­typ, findet man dort Mitar­bei­ter, die es gewohnt sind eng geführt zu werden und klare Ansagen erwar­ten. Genau­so kann es sein, dass der bishe­ri­ge Inhaber ein intro­ver­tier­ter Tüftler ist, der eine Mannschaft aufge­baut hat, die mit hoher Eigen­ver­ant­wor­tung als selbst­ge­steu­er­tes Team agiert. Vernach­läs­sig man bei der Entschei­dung für eine Nachfol­ge die gewach­se­nen Unter­neh­mens­struk­tu­ren und den Abgleich mit dem eigenen Führungs­stil, führt das ganz schnell zu großen Spannun­gen im Unter­neh­men, die eventu­ell die gesam­te Nachfol­ge schei­tern lassen.

Es gilt also, bei der Suche nach einem passen­den Unter­neh­men nicht nur betriebs­wirt­schaft­li­che Kennzah­len, strate­gi­sche Perspek­ti­ven und Finan­zie­rungs­mo­del­le zu betrach­ten, sondern sich vor allem bewusst zu machen, dass ein Unter­neh­men ein leben­der Organis­mus ist, dessen Erfolgs­po­ten­ti­al auf den dort arbei­ten­den Menschen und der Art und Weise, wie sie inter­agie­ren, beruht.

Erst wenn das eigene Unter­neh­mer­pro­fil klar heraus­ge­ar­bei­tet ist und das Profil eines passen­den Unter­neh­mens definiert ist, kann im dritten Schritt mit der Suche begon­nen werden.

Hierzu bieten sich Gesuche in öffent­li­chen Börsen wie z.B. der Deutschen Unter­neh­mer­bör­se, Direkt­an­spra­chen von passen­den Unter­neh­men und vor allem die Einbin­dung von Netzwerk­kon­tak­ten an.

3. Neutra­le Vermitt­ler nutzen

Ohne die Einschal­tung eines neutra­len Vermitt­lers ist die Recher­che und Erstkon­takt­auf­nah­me sehr schwie­rig, da bei der Klärung der Nachfol­ge­fra­ge sowohl die Überge­ber- als auch von Überneh­mer­sei­te auf höchs­te Vertrau­lich­keit und Diskre­ti­on angewie­sen sind.

Profes­sio­nel­le Nachfol­ge­be­ra­ter sichern dieses notwen­di­ge, hohe Level an Vertrau­lich­keit dadurch ab, dass konkre­te Infor­ma­tio­nen zu Firmen, Perso­nen und Hinter­grün­den nur fließen, nachdem die Ernst­haf­tig­keit des Inter­es­ses geprüft ist, detail­lier­te gegen­sei­ti­ge Vertrau­lich­keits­ver­ein­ba­run­gen unter­zeich­net sind und die Übermitt­lung der Infor­ma­ti­on jeweils freige­ge­ben ist.

Die Erfah­rung zeigt, dass die Chancen ein passen­des Unter­neh­men zu finden immens steigen, wenn der zukünf­ti­ge Unter­neh­mer vom ersten Schritt an einen kompe­ten­ten Berater und Vermitt­ler einbin­det mit dem er erst das eigene Unter­neh­mer­pro­fil definiert und dann struk­tu­riert erarbei­tet welches Unter­neh­men er sucht, bevor die Suche konkret gestar­tet wird.

Tipps zum Weiter­le­sen:

Die fünf wichtigs­ten Inhal­te des Notfall­kof­fers

Wie finden Sie seriö­se Berater für den Unter­neh­mens­ver­kauf?

Ertrags­wert­ori­en­tier­te Unter­neh­mens­be­wer­tung zahlt sich beim Unter­neh­mens­ver­kauf aus

Kommen­tar: Ungelös­te Unter­neh­mens­nach­fol­gen gefähr­den unseren Wohlstand

5 wichti­ge Trends der Unter­neh­mens­nach­fol­ge in 2019

Kommentar verfassen