Ein Drittel aller Handwerks­be­trie­be vor Unter­neh­mens­nach­fol­ge in der Grafschaft Bentheim

Mehr als 3.000 Handwerks­be­trie­be stehen in den nächs­ten zehn Jahren vor einer Unter­neh­mens­nach­fol­ge in der Grafschaft Bentheim, in Osnabrück und dem Emsland. Dies ist das zentra­le Ergeb­nis einer Unter­su­chung der Handwerks­kam­mer Osnabrück. Ralf Hilmes von der Wirtschafts­för­de­rung der Grafschaft Bentheim berich­te­te dies mehr als 200 Zuhörern der Veran­stal­tung „Lebens­werk erhal­ten – Nachfol­ge gestal­ten“ in Nordhorn.

So sind bereits heute sind mehr als ein Drittel aller Handwer­ker im Kammer­be­zirk älter als 55 Jahre. Dies sind 60% mehr als noch vor fünf Jahren.

Und die Region kann sich dem bundes­wei­ten Trend nicht entzie­hen: Der Anteil der über 55jährigen Unter­neh­mer nimmt in den kommen­den Jahren stark zu. Denn die gebur­ten­stärks­ten Jahrgän­ge der Bundes­re­pu­blik denken langsam über den Genera­ti­ons­wech­sel im eigenen Unter­neh­men nach.

Erfolg­rei­che Unter­neh­mens­nach­fol­ge in der Grafschaft Bentheim sichert Wohlstand

Für die regio­na­le Wirtschaft ist es deshalb wichtig, den anste­hen­den Genera­ti­ons­wech­sel erfolg­reich zu gestal­ten: Schließ­lich sind davon rund 15.000 Arbeits­plät­ze im Handwerk allein im Bezirk der Handwerks­kam­mer Osnabrück direkt betrof­fen.

Bei einer Unter­neh­mens­nach­fol­ge stehen klassi­sche steuer­li­che und juris­ti­sche Fragen im Vorder­grund der Gesprä­che. Nun ist es bei Famili­en­un­ter­neh­men nicht mehr ausge­macht, dass ein Genera­ti­ons­wech­sel in der Familie statt­fin­det. Denn: Nur noch knapp 40% aller Famili­en­un­ter­neh­men führen Famili­en­an­ge­hö­ri­ge weiter. Deshalb gehört die Suche nach einem Nachfol­ger bei außer­fa­mi­liä­ren Unter­neh­mens­nach­fol­gen zu den größten Heraus­for­de­run­gen für Senio­ren.

Bei einer inner­fa­mi­liä­ren Nachfol­ge wünschen sich viele Unter­neh­mer, dass die Junio­ren das Unter­neh­men genau­so weiter­füh­ren wie bisher. Beatri­ce Roden­stock führt die Geschäf­te der gleich­na­mi­gen Unter­neh­mer­fa­mi­lie in fünfter Genera­ti­on und kennt die emotio­na­len Aspek­te von Unter­neh­mens­nach­fol­gen.

Nachfol­ge bedeu­tet Verän­de­rung

Als Gastred­ne­rin machte sie auf einen ganz wichti­gen Aspekt inner­fa­mi­liä­rer Nachfol­gen aufmerk­sam: „Keine Nachfol­ge­ge­nera­ti­on kann in die Fußstap­fen des abgeben­den Unter­neh­mers treten.“ Denn ein Genera­ti­ons­wech­sel ist keines­wegs nur ein Perso­nal­wech­sel auf der Komman­do­brü­cke des Unter­neh­mens. Eine Unter­neh­mens­nach­fol­ge ist im Grunde genom­men immer mit Verän­de­run­gen im Unter­neh­men verbun­den. Roden­stock weiter: „Wenn ein Senior den Anspruch hat, dass es genau­so weiter­läuft wie bisher schei­tert die Nachfol­ge.“

Infol­ge­des­sen wechseln einst motivier­te Unter­neh­mer­kin­der als Angestell­te in den gut laufen­den Arbeits­markt und verschär­fen den Unter­neh­mer­man­gel vieler Regio­nen zusätz­lich. Egal ob inner­fa­mi­li­är oder famili­en­ex­tern: Die gute Vorbe­rei­tung eines Genera­ti­ons­wech­sels und die Beglei­tung durch nachfol­ge­er­fah­ren­de Exper­ten zahlt sich aus: Denn dies erhöht die Chancen auf eine erfolg­rei­che Unter­neh­mens­nach­fol­ge in der Grafschaft Bentheim und ihren Nachbar­re­gio­nen.

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