MBO kann die ideale Unternehmennachfolge sein

Ein MBO kann die ideale Unter­neh­mens­nach­fol­ge sein!

Manage­ment-Buy-out (MBO) liegt nahe und wird doch zu selten umgesetzt! Die Übernah­me eines Unter­neh­mens durch einen leiten­den Mitar­bei­ter ist eigent­lich ein nahelie­gen­der Weg. Für die Nachfol­ge­fra­ge inhaber­ge­führ­ter Unter­neh­men, wenn eigene Famili­en­mit­glie­der nicht in Betracht kommen. Dennoch ist der Manage­ment-Buy-Out (MBO) bei kleine­ren Mittel­ständ­lern keines­wegs so weit verbrei­tet wie man meinen könnte. Das bestä­ti­gen auch Aussa­gen von Banken, Sparkas­sen und Kammern in der Rhein-Main-Region. Danach steht für MBOs ein breites Finan­zie­rungs­spek­trum bereit, das viel zu selten genutzt wird. Dabei gibt es viele Gründe, die für einen MBO als ideale Unter­neh­mens­nach­fol­ge sprechen.

MBO also relativ risiko­ar­me Unter­neh­mens­nach­fol­ge

  1. Aus Sicht des Überge­bers besteht der Vorteil, dass er sein Nachfol­ger seit vielen Jahren kennt, um seine Stärken weiß und eine Vertrau­ens­ba­sis besteht. Nicht die familiä­re Verbin­dung zählt, sondern das Talent des Mitar­bei­ters. Dem etwas modera­te­ren Kaufpreis steht im Gegen­zug die gewünsch­te Konti­nui­tät bei Firma, Kunden und Mitar­bei­tern gegen­über.
  2. Der Nachfol­ger aus dem eigenen Hause, sofern er grund­sätz­lich Freude an einer Unter­neh­mer­rol­le verspürt, kennt sein Unter­neh­men bereits und vermei­det eine aufwän­di­ge, häufig frustrie­ren­de Suche außer­halb des Unter­neh­mens. Er geht beim Erwerb deutlich gerin­ge­re Risiken ein als bei der Übernah­me eines unbekann­ten Unter­neh­mens oder gar der Neugrün­dung.
  3. Die finan­zie­ren­de Bank sichert sich das Fortbe­stehen der Geschäfts­be­zie­hung. Anders als bei einem Verkauf an einen Wettbe­wer­ber dürfte der Überneh­mer im Regel­fall die Bankbe­zie­hung unver­än­dert lassen. Bei angemes­se­nem Kaufpreis sollte eine Übernah­me­fi­nan­zie­rung keine unüber­wind­ba­re Hürde darstel­len. Letzt­lich ist auch für die finan­zie­ren­de Bank ein MBO immer risiko­är­mer als eine Übernah­me durch einen Außen­ste­hen­den.
  4. Selbst wenn die Eigen­ka­pi­tal­de­cke des MBO-Kandi­da­ten dünn ist und es bei der Finan­zie­rung eng wird, stehen eine Reihe von Förder­mög­lich­kei­ten der regio­na­len Förder­insti­tu­te und der KfW bereit. Leider werden die zur Verfü­gung stehen­den Instru­men­te im Rahmen von Manage­ment Buy-outs noch nicht häufig genug genutzt.
  5. Schließ­lich hat sich in den letzten Jahren ein frucht­ba­res Umfeld aus Privat­in­ves­to­ren, Business Angels und Family Offices von Unter­neh­mer­fa­mi­li­en entwi­ckelt, welche zuneh­mend auch kleine­re MBOs mit Eigen­ka­pi­tal unter­stüt­zen.

Mehr Mut und Chuzpe bei der MBO-Nachfol­ge

Viele Unter­neh­mer trauen ihren Mitar­bei­tern die Unter­neh­mer­rol­le nicht zu – oft zu Unrecht oder gar in Unkennt­nis der tatsäch­li­chen Chancen. Demge­gen­über scheu­en MBO-Kandi­da­ten vielfach vor den Risiken und der Finan­zie­rungs­her­aus­for­de­rung zurück. Angesichts der geschil­der­ten Vortei­le eines MBO-Nachfol­ge hilft es, etwai­ge Beden­ken frühzei­tig und sachkun­dig auszu­räu­men und die mutmaß­li­chen Hürden und Risiken für inter­es­sier­te Nachfol­ger aus dem eigenen Unter­neh­men zu senken. Die Möglich­kei­ten und Instru­men­te stehen bereit, sie müssen nur genutzt werden.

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Bild: Fotolia.com


Welche Vortei­le hat ein MBO bei der Unter­neh­mens­nach­fol­ge?

1. Der Nachfol­ger ist seit vielen Jahren im Unter­neh­men bekannt
2. Der Nachfol­ger kennt sein Unter­neh­men und geht dadurch gerin­ge­re Risiken ein als bei einer Neugrün­dung oder fremden Unter­neh­men.
3. Im Regel­fall eine Übernah­me­fi­nan­zie­rung durch die Bank
4. Förder­mög­lich­kei­ten durch regio­na­le Förder­insti­tu­te und der KfW.