Die Kaufpreis­fi­nan­zie­rung

Die Finan­zie­rung des Kaufprei­ses ist zwar nicht die Aufga­be des Verkäu­fers. Da jedoch insbe­son­de­re bei Nachfol­ge­re­ge­lun­gen durch Manage­ment Buy-out (MBO) oder Manage­ment Buy-in (MBI) die Kaufpreis­fi­nan­zie­rung eine Heraus­for­de­rung darstellt, sollte auch der Verkäu­fer dem Thema erhöh­te Aufmerk­sam­keit widmen.

Verkäu­fer und Käufer sitzen im selben Boot

Nahezu alle Unter­neh­mens­käu­fe benöti­gen eine Finan­zie­rung durch ein Kredit­in­sti­tut. Viele Käufer unter­schät­zen den hierdurch ausge­lös­ten Zeit- und Infor­ma­ti­ons­be­darf. In der Folge verzö­gert sich auch für den Verkäu­fer der Prozess des Verkaufs. Was kann der Verkäu­fer tun, um dem Käufer bei der Sicher­stel­lung der Finan­zie­rung zu helfen? Zunächst sollte er ihn bei der Bereit­stel­lung der für die Bank erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen zur Seite stehen, ggf. auch an dem Banken­ge­spräch teilneh­men. Dem Käufer ist zu raten, sich die richti­ge Bank auszu­su­chen und sich gut auf die Gesprä­che vorzu­be­rei­ten. Wenn der Kaufpreis vertret­bar ist, sollte dem Akqui­si­ti­ons­dar­le­hen nichts im Wege stehen. Der Käufer sollte alle zur Verfü­gung stehen­den Förder­mög­lich­kei­ten kennen, z.B. geför­der­te KfW-Darle­hen.

Sollte dennoch eine Lücke im Finan­zie­rungs­pa­ket entste­hen, bleibt dem Verkäu­fer auch noch die Möglich­keit eines Verkäu­fer­dar­le­hens, indem er dem Käufer ein Teil des Kaufprei­ses verzinst leiht bzw. stundet. Das Risiko, dass der Verkauf an der Finan­zie­rung schei­tert ist hoch – insbe­son­de­re wenn der Bank der Kaufpreis überhöht erscheint. Der Verkäu­fer sollte daher bei der Finan­zie­rung seinen Beitrag leisten, damit ein erfolg­rei­cher Verkauf ermög­licht wird.