Motiva­ti­on beim Unter­neh­mens­kauf - Klären Sie Ihr “Warum”!

Mit steigen­der Anzahl übernah­me­fä­hi­ger Unter­neh­men rücken zuneh­mend auch andere Überneh­mer­grup­pen in den Fokus. Diese verfü­gen in der Regel über vielfäl­ti­ge Erfah­run­gen und Kompe­ten­zen, sind im Kaufpro­zess jedoch oft weniger erfah­ren. Unabhän­gig von der gewähl­ten Trans­ak­ti­ons­form sollte diese Überneh­mer­grup­pe die Frage „Warum will ich ein Unter­neh­men kaufen?“ umfas­send für sich beant­wor­ten können. Petra Fischer, von K.E.R.N – die Nachfolge­spezialisten, hat sich mit den vielfäl­ti­gen sozia­len und organi­sa­to­ri­schen Aspek­ten im Vorfeld einer geplan­ten Übernah­me ausein­an­der­ge­setzt. Drei davon werden im Folgen­den vorge­stellt.

Was wird beim Unter­neh­mens­kauf häufig unter­schätzt?

Die Komple­xi­tät eines Kaufpro­zes­ses wird meistens nicht erfasst. Ein Unter­neh­mens­kauf ist Königs­klas­se. Erfolg­rei­che Führungs­kräf­te bspw. proji­zie­ren ihre in der Anstel­lung gesam­mel­ten Erfah­run­gen und Erfol­ge auf das Projekt „Kaufpro­zess“ und leiten davon ab, das auch für sich auch gut managen zu können. Ebenso gibt es Überneh­mer, die von Teilstre­cken des Kaufpro­zes­ses ein sehr klares Bild haben, aber keinen Zugriff finden, wo sie anfan­gen sollen.

Wo sollte bei der Vorbe­rei­tung einer Übernah­me angesetzt werden?

Um grund­sätz­lich kostspie­li­ge Fehler zu vermei­den und eine erfolg­rei­che Übernah­me zu organi­sie­ren sollten poten­ti­el­le Überneh­mer unter anderem die folgen­den Fragen beant­wor­ten können:

  • Erstens: Die Frage nach dem „Warum?“ Ein Unter­neh­mens­kauf ist nicht das Ziel, sondern Mittel zum Zweck. Es gibt vielfäl­ti­ge Gründe für einen Unter­neh­mens­kauf: monetä­re, der Wunsch eigen­stän­dig, kreativ selber etwas gestal­ten zu können, unabhän­gig von überge­ord­ne­ten Hierar­chi­en agieren zu können. Die Antwort auf ihr indivi­du­el­les „Warum“ muss stark genug sein, um Sie von der Idee „Unter­neh­mens­kauf“ über den Prozess bis zur vollstän­di­gen Umset­zung und weit darüber hinaus zu motivie­ren und Wider­stän­den zu trotzen. Denn schon der zweite Aspekt spiegelt Ihre Motive gegen Ihre indivi­du­el­len Möglich­kei­ten wider.
  • Zweitens: Jetzt geht es um Sie. Selbst wenn Sie sich mit Ihrer Familie oder weite­ren Bezugs­per­so­nen abstim­men, ein Unter­neh­men kaufen zu wollen - am „Ende“ tragen Sie die allei­ni­ge Verant­wor­tung. Fragen wie: „In welcher Lebens­pha­se stecke ich?“, „Kann ich es mir finan­zi­ell, organi­sa­to­risch, mensch­lich und gesund­heit­lich leisten?“, „Wie gehe ich mit Ungewiss­heit, Stress und Risiken um?“ Neben dem eigenen beruf­li­chen Background wäre es unglaub­lich hilfreich, wenn Sie selber bereits Erfah­rung im Unter­neh­mens­kauf haben oder jemand aus ihrem Freun­des- und Bekann­ten­kreis. An dieser Stelle kann nicht genug hinter­fragt werden.
  • Drittens: Wie steht es um den „Verkäu­fer“? Was macht seine Persön­lich­keit aus? Die Motive für den Verkauf zu erfra­gen, kann großen Einfluss auf die Kaufpreis­hö­he und auf die Verhand­lungs­tak­tik haben. Hat der Verkäu­fer Druck oder sonsti­ge Zwänge zu verkau­fen? Oder möchte er nur den Markt­wert testen? Hat er (k)einen (alternativen)-Nachfolger? Gibt er ein Verkäu­fer­dar­le­hen? Welchem Werte­sys­tem gehört er an? Wie führt er die Mitar­bei­ter? Letzte­res hat großen Einfluss darauf, wie Sie die Mitar­bei­ter mit auf Ihre Reise nehmen können. Sie gehören, neben Liefe­ran­ten und Partnern Ihres Zielun­ter­neh­mens zu den weite­ren, wichti­gen Stake­hol­dern, zur „Periphe­rie“ des Verkäu­fers.

Welchen Rat kann man poten­ti­el­len Überneh­mern mit auf den Weg geben?

Prüfen Sie Ihre Motiva­ti­on umfas­send mit vielen Fragen und geben Sie sich ehrli­che Antwor­ten. Unabhän­gig davon empfeh­len wir von K.E.R.N – Die Nachfolge­spezialisten einen Trans­ak­ti­ons- und Branchen­er­fah­re­nen exter­nen Berater in Ihren Übernah­me­pro­zess mit einzu­be­zie­hen um kostspie­li­ge Fehler zu vermei­den.

Aber Ihr „Warum?“ – das müssen Sie selber beant­wor­ten und danach werden Sie immer wieder gefragt, von den Banken, vom Verkäu­fer, von Ihrer Familie. Die Antwor­ten auf das „Warum?“ werden Ihre Trieb­fe­der im Übernah­me­pro­zess sein.


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