Unter­neh­mens­nach­fol­gen in Hessen gewin­nen an Brisanz

Von 236.000 Firmen­in­ha­bern, die bereits in diesem und im nächs­ten Jahr eine Unter­neh­mens­nach­fol­ge anstre­ben, haben 100.000 noch keinen Nachfol­ger gefun­den oder noch gar nicht mit der Nachfol­ger­su­che begon­nen. Die Situa­ti­on der Unter­neh­mens­nach­fol­gen in Hessen ist proble­ma­ti­scher als im Bund. Zu diesem ernüch­tern­den Ergeb­nis kommt der aktuel­le Mittel­stand­spa­nel der Förder­bank KfW.

Mehr Unter­neh­mens­nach­fol­gen in Hessen als im Bundes­durch­schnitt

Ca. 17 Prozent der mittel­stän­di­schen Unter­neh­mer streben in den nächs­ten drei Jahren Unter­neh­mens­nach­fol­gen in Hessen an. Von den hessi­schen Firmen­in­ha­bern sind 38% älter als 55 Jahre. Bei beiden Kennzah­len ist die Situa­ti­on in Hessen brisan­ter als im Bund. Damit zeigt sich auch in Hessen, dass sich die Nachfol­ge­pro­ble­ma­tik im inhaber­ge­führ­ten Mittel­stand mit schnel­len Schrit­ten zuspitzt.

Ratlo­sig­keit bei der Nachfol­ger­su­che

Beson­ders proble­ma­tisch erscheint die zuneh­men­de Tendenz vieler Firmen­in­ha­ber, eine Still­le­gung ihres Unter­neh­mens mangels geeig­ne­tem Nachfol­ger in Erwägung zu ziehen: jeder fünfte Unter­neh­mer verfolgt laut KfW-Studie derar­ti­ge Gedan­ken. Während der famili­en­in­ter­ne Genera­ti­ons­wech­sel unver­än­dert am belieb­tes­ten ist, kommen alter­na­ti­ve Nachfol­ge­lö­sun­gen nur für 2 von 10 Firmen­in­ha­bern in Betracht.

Zugang zu quali­fi­zier­ten Nachfol­gern entschei­dend

Aber selbst wenn die Bereit­schaft zur Nachfol­ger­su­che außer­halb der Familie vorhan­den ist, schei­tern viele Unter­neh­mer an der Aufga­be, quali­fi­zier­te und geeig­ne­te Nachfol­ger zu finden und auch anzuspre­chen. Ohne fremde Hilfe -  etwa durch erfah­re­ne Nachfol­ge­be­ra­ter - vergeht kostba­re Zeit und nicht selten endet die halbher­zi­ge Nachfol­ge­su­che ergeb­nis­los.

Einschal­tung eines Nachfol­ge­be­ra­ters kann Suche erheb­lich beschleu­ni­gen

Firmen­in­ha­ber sollten bei der Auswahl eines Beraters unbedingt darauf achten, dass dieser über einen sehr guten Zugang zu Top-Nachfol­gern verfügt und nicht erst einen langwie­ri­gen Suchpro­zess starten muss. Erfah­re­ne Nachfol­ge­be­ra­ter wissen, welche ernst­haf­ten Kandi­da­ten aktuell nach Unter­neh­men suchen und können so zügig geeig­ne­te Kandi­da­ten anspre­chen.

Über den Autor:

Thomas Dörr ist Partner von K.E.R.N – Die Nachfolge­spezialisten in Frank­furt. Er beglei­tet Unter­neh­mer beim Unter­neh­mens­ver­kauf, beim Firmen­kauf und bei Unter­neh­mens­nach­fol­gen in  Hessen, Rhein-Main und Frank­furt.

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